Morgens Kaffee auf der Terrasse, mittags der Blick vom Leuchtturm über das Meer, abends Tapas in einer Altstadt, die schon zur Römerzeit bewohnt war. Mallorca ist klein genug, um an einem Tag sehr viel zu sehen, und groß genug, um es trotzdem nicht in einer Woche zu schaffen.
Hier findet ihr die Mallorca Sehenswürdigkeiten, die sich wirklich lohnen, sortiert nach Region, jeweils kurz und mit Link zum ausführlichen Beitrag. Kurz gesagt: Die Klassiker sind Cap de Formentor, Sa Calobra, Valldemossa, Sóller mit dem Roten Blitz, die Kathedrale von Palma und die Drachenhöhlen in Porto Cristo. Wer noch überlegt, wo auf der Insel er überhaupt wohnen soll, liest zuerst Wo auf Mallorca Urlaub machen. Hier geht es nur um die Frage: Was schauen wir uns an?
Mallorca Sehenswürdigkeiten im Norden
Cap de Formentor. Die schmale Halbinsel endet an einem Leuchtturm hoch über dem Meer, unterwegs liegen Aussichtspunkte wie der Mirador Es Colomer. Wichtig: Vom 15. Mai bis 18. Oktober 2026 war die Straße für Privatautos zwischen 10 und 22 Uhr gesperrt, in dieser Zeit fuhr der Bus ab Port de Pollença. Alles zu Zufahrt und Timing im Formentor-Beitrag.
Pollença. Ein Ort zum Schlendern: Plaça Major, Cafés, Sonntagsmarkt und die lange Treppe hinauf zum Kalvarienberg, die man vor allem am Abend genießt. Mehr in Pollença: Sehenswürdigkeiten.
Port de Pollença. Ruhige Bucht, Uferpromenade unter Pinien, flaches Wasser. Ideal für den Abend nach einem Ausflugstag. Ausführlich: Port de Pollença.
Alcúdia Altstadt. Mittelalterliche Stadtmauer, die man teilweise begehen kann, enge Gassen und gleich daneben die Ausgrabungen der Römerstadt Pollentia. Am Dienstag und Sonntag ist Markt, dann wird es voll. Mehr in Alcúdia: Sehenswürdigkeiten.
Playa de Muro und S'Albufera. Kilometerlanger, flacher Sandstrand, dahinter das Feuchtgebiet S'Albufera mit Beobachtungsständen für Vögel. Für Familien eine der entspanntesten Kombinationen der Insel: Playa de Muro.
Wer diese Ecke zur Basis machen will: Die Finca Palma Papa in Cala Sant Vicenç bietet Platz für bis zu 12 Gäste. Formentor, Pollença und Alcúdia liegen von dort jeweils in kurzer Fahrzeit.
Tramuntana und Westen
Sa Calobra und Torrent de Pareis. Die Straße hinunter ist berühmt für ihre Serpentinen und die Kurve, die sich unter einer Brücke um sich selbst dreht. Unten führt ein Fußweg durch Felstunnel in die Schlucht, deren Wände bis zu 200 Meter aufragen. Früh fahren, im Juli und August ist es eng: Sa Calobra.
Sóller, Port de Sóller und der Rote Blitz. Der Holzzug fährt seit 1912 von Palma durch die Berge nach Sóller, weiter geht es mit der Straßenbahn zum Hafen. 2026 kostete die Hin- und Rückfahrt Palma–Sóller 30 Euro, mit Straßenbahn 40 Euro. Mehr zum Roten Blitz und zu Sóller und Port de Sóller.
Valldemossa. Bergdorf mit Kartause, in der Frédéric Chopin und George Sand den Winter 1838/39 verbrachten. Schön, aber tagsüber von Bussen belagert. Wer nach 16 Uhr kommt, hat es leichter: Valldemossa.
Deià. Steinhäuser am Hang, Oliventerrassen, unten eine kleine Kiesbucht. Der Dichter Robert Graves lebte hier, sein Haus ist heute ein Museum. Mehr in Deià.
Wandern. Die Serra de Tramuntana gehört seit 2011 zum UNESCO-Welterbe und ist im Frühjahr und Herbst die beste Bühne der Insel. Touren für jedes Niveau: Wandern auf Mallorca.
Palma
Kathedrale La Seu. Gotischer Bau direkt am Meer, innen mit einem Baldachin von Antoni Gaudí, der hier von 1904 bis 1914 arbeitete, und einer modernen Kapelle von Miquel Barceló. Von November bis März ist sie für Besucher in der Regel montags bis freitags bis 15.15 Uhr geöffnet, samstags nur vormittags.
Altstadt und Castell de Bellver. Rund um die Kathedrale liegen Gassen, Innenhöfe und Markthallen, über der Stadt die runde Burg Bellver mit Blick über die Bucht. Alles zu Palma: Palma: Sehenswürdigkeiten.
Osten
Drachenhöhlen bei Porto Cristo. Rund 900 Meter Weg durch Tropfsteine bis zum Martel-See, dort ein kurzes klassisches Konzert, das von Booten aus gespielt wird. Der Besuch dauert etwa 60 bis 90 Minuten, Erwachsene zahlten 2026 18 Euro. Im Sommer vorab buchen: Drachenhöhlen.
Cala Ratjada und Capdepera. Hafen, Leuchtturm und gute Badebuchten, oberhalb im Nachbarort die Burg von Capdepera. Mehr in Cala Ratjada.
Betlem. Das stille Gegenstück dazu: wilde Küste, eine Einsiedelei in den Bergen, wenig Betrieb. Für alle, die Mallorca ohne Kulisse sehen wollen: Betlem.
Im Osten passt die Luxus-Finca Rotana bei Porto Cristo für bis zu 16 Gäste. Die Drachenhöhlen sind von dort nur ein kurzer Ausflug, Palma rund eine Stunde entfernt.
Süden und Inselmitte
Es Trenc. Langer, unbebauter Naturstrand mit Dünen und Salinen im Hinterland. Herrlich im Mai und September, im August mit vollen Parkplätzen. Mehr: Es Trenc.
Caló des Moro und Cala Mondragó. Die bekannteste Fotobucht der Insel und ein Naturpark mit mehreren Buchten nebeneinander. Beide sind im Sommer früh am Tag am besten. Details in den Stränden der Ostküste.
Wochenmärkte. Sineu am Mittwoch, Inca am Donnerstag, dazu viele kleine Dorfmärkte. Ein Markt ist oft die schnellste Art, das ländliche Mallorca kennenzulernen: Wochenmärkte auf Mallorca.
Von der Finca aus: was in einem Tag geht
Mallorca ist rund 100 Kilometer breit, aber Bergstraßen und Sommerverkehr verlängern jede Rechnung. Grobe Fahrzeiten mit dem Auto, außerhalb der Stoßzeiten:
- Pollença nach Palma: etwa 45 bis 60 Minuten über die Autobahn.
- Pollença nach Sóller: über die Bergstraße Ma-10 eher 1 bis 1,5 Stunden. Langsam, aber die Strecke ist selbst ein Ausflug.
- Pollença nach Sa Calobra: etwa 1 bis 1,5 Stunden, je nach Verkehr in den Kurven.
- Porto Cristo nach Palma: rund eine Stunde.
- Porto Cristo nach Cala Ratjada oder Caló des Moro: jeweils etwa eine halbe bis dreiviertel Stunde.
- Norden nach Osten: Von Alcúdia bis Porto Cristo solltet ihr gut eine Stunde einplanen.
Unsere Faustregel: ein großes Ziel pro Tag, dazu ein Ort fürs Mittagessen. Wer Formentor, Sa Calobra und Valldemossa an einem Tag schaffen will, sieht vor allem das Lenkrad. Mehr Tipps zum Fahren gibt es in Mallorca mit dem Auto erkunden.
Unser Rat
- Erster Mallorca-Urlaub: Palma, Valldemossa, Sóller mit dem Roten Blitz und Formentor. Damit habt ihr das Wesentliche.
- Mit Kindern: Drachenhöhlen, Playa de Muro mit S'Albufera, Port de Pollença. Kurze Wege, wenig Kurven.
- Für Wanderer: Tramuntana im Frühjahr oder Herbst, mit Sa Calobra als Abschluss.
- Für Ruhesuchende: Betlem, Deià am späten Nachmittag, Wochenmarkt in Sineu.
- Im Hochsommer: vor 10 Uhr los, mittags zurück an den eigenen Pool.
Die passende Basis für eure Ausflüge findet ihr in unserem Ratgeber Finca Mallorca. Und wenn ihr unterwegs einen Tisch, ein Boot oder einen Fahrer braucht: Das rote Telefon in der Finca kennt die Nummer.
Häufige Fragen
Was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten auf Mallorca?
Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten gehören die Kathedrale La Seu in Palma, das Cap de Formentor, die Schlucht Torrent de Pareis bei Sa Calobra, Valldemossa, der historische Zug nach Sóller und die Drachenhöhlen in Porto Cristo. Wer Natur sucht, ergänzt die Serra de Tramuntana und den Naturstrand Es Trenc.
Kann man mit dem Auto zum Cap de Formentor fahren?
Außerhalb der Sommersaison ja. 2026 war die Straße vom 15. Mai bis 18. Oktober zwischen 10 und 22 Uhr für Privatautos gesperrt, in dieser Zeit fährt der Bus 334 ab Port de Pollença und Alcúdia zum Leuchtturm. Die Regeln werden jedes Jahr neu festgelegt.
Wie viele Sehenswürdigkeiten schafft man an einem Tag auf Mallorca?
Realistisch sind ein großes Ziel und ein Ort zum Essen oder Baden. Die Bergstraßen der Tramuntana sind kurvig und im Sommer voll, deshalb dauern Fahrten oft länger als die Kilometer vermuten lassen.
Was kostet der Rote Blitz nach Sóller?
2026 kostete die Hin- und Rückfahrt mit dem historischen Zug von Palma nach Sóller 30 Euro, inklusive Straßenbahn nach Port de Sóller 40 Euro. Die Preise ändern sich jährlich, deshalb vor der Fahrt aktuell prüfen.
Welche Sehenswürdigkeiten auf Mallorca eignen sich für Kinder?
Gut funktionieren die Drachenhöhlen bei Porto Cristo mit dem Konzert am unterirdischen See, die flachen Strände an der Playa de Muro und die Vogelbeobachtung im Naturpark S'Albufera. Lange Kurvenfahrten wie nach Sa Calobra sind mit kleinen Kindern anstrengender.
Von wo aus erreicht man die meisten Sehenswürdigkeiten?
Aus dem Norden rund um Pollença und Alcúdia erreicht ihr Formentor, die Tramuntana und Palma jeweils in etwa einer Stunde. Aus dem Osten um Porto Cristo liegen Drachenhöhlen, Cala Ratjada und die Calas des Südostens näher.




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