Halb neun, das Wasser ist noch glatt, die einzigen Spuren im Sand stammen von euch. Zwei Stunden später steht dieselbe Bucht voller Sonnenschirme. Auf Mallorca entscheidet beim Strand nicht nur das Wo, sondern vor allem das Wann.
Die Insel hat lange Sandstrände, winzige Felsbuchten und Naturstrände ohne einen einzigen Kiosk. Hier sind die schönsten Strände Mallorcas und die schönsten Buchten, sortiert nach Typ, jeweils mit ehrlichem Hinweis zu Parken, Zugang und Saison. Kurz gesagt: Für Familien sind Playa de Muro und Alcúdia die sichere Wahl, für Fotos Caló des Moro und Cala Mondragó, für Natur Es Trenc und Coll Baix.
Lange Sandstrände
Playa de Muro (Norden). Feiner Sand über mehrere Kilometer, flach ins Wasser, dahinter Pinien und das Feuchtgebiet S'Albufera. Alles Weitere im Beitrag Playa de Muro.
Platja d'Alcúdia (Norden). Die Fortsetzung der Bucht Richtung Hafen, mit Promenade, Restaurants und viel Infrastruktur. Mehr in den Stränden im Norden.
Es Trenc (Süden). Unbebaute Küste mit Dünen und hellem Sand, eine der wenigen langen Strandlinien ohne Hotelfront. Zugang, Parken und die besten Abschnitte im Beitrag Es Trenc.
Direkt an der Playa de Muro liegt die Villa Albufera für bis zu 6 Gäste. Der Strand ist hier kein Tagesausflug, sondern Teil des Alltags.
Die schönsten Buchten Mallorcas: kleine Calas
Cala Sant Vicenç (Norden). Mehrere kleine Buchten nebeneinander, darüber die Felsen des Cavall Bernat. Klares Wasser, gut zum Schnorcheln. Die Buchten sind klein, an Sommerwochenenden wird der Platz knapp.
Cala Mondragó (Südosten). Liegt in einem Naturpark, feiner Sand, meist ruhiges Wasser, mit Toiletten, Duschen und Rettungsschwimmern. Seit 2024 wird die Besucherzahl in der Hochsaison kontrolliert, im Sommer kann die Parkplatzsuche dauern.
Caló des Moro (Südosten). Die Bucht aus den Mallorca-Kalendern. Sehr klein, Zugang zu Fuß über Felsen, Parken in der Nähe ist schwierig. Lohnt sich vor allem früh am Morgen oder außerhalb der Saison. Mehr dazu in den Stränden der Ostküste.
Cala Llombards (Südosten). Schmale Bucht zwischen Felswänden, Sand, ein paar Bootshäuser. Ruhiger als die berühmten Nachbarn, aber ebenfalls klein.
Cala Agulla (Osten). Breiter heller Sandstrand bei Cala Ratjada, umgeben von Pinien. Eine Cala im Namen, mit dem Komfort eines großen Strandes. Mehr im Ostküsten-Beitrag.
Für den Süden passt die Finca Rica bei Santanyí für bis zu 8 Gäste. Mondragó, Caló des Moro und Llombards liegen in der Umgebung, so seid ihr morgens vor den Ausflugsbussen da.
Naturstrände ohne Infrastruktur
Kein Kiosk, keine Liegen, kein Rettungsschwimmer. Dafür Ruhe. Bringt Wasser, Schatten und festes Schuhwerk mit.
- Platja des Coll Baix (Norden, bei Alcúdia): Kiesstrand unter steilen Felsen. Ab Parkplatz und Schutzhütte rund 25 Minuten Fußweg mit etwa 160 Höhenmetern, der Rückweg in der Mittagshitze ist anstrengend. Das Wasser wird schnell tief.
- Cala Varques (Osten, zwischen Porto Cristo und Portocolom): Naturbucht, erreichbar nur zu Fuß. 2026 hat der Inselrat das wilde Parken an der alten Zufahrtsstraße unterbunden. Plant eine Anfahrt ohne Parkplatzgarantie.
- Cala Torta (Nordosten, bei Artà): Wilde Bucht mit Sand und Dünen, die Zufahrt ist eine schmale Piste. Bei Wind kann die Brandung kräftig sein.
- Torrent de Pareis (Tramuntana): Kiesstrand am Ende einer Schlucht, über einen Weg durch Felstunnel erreichbar. Spektakulär, aber tagsüber voller Ausflügler. Mehr in Sa Calobra.
Familienfreundliche Strände
Für Kinder zählen flaches Wasser, Sand statt Fels, Toiletten und ein kurzer Weg vom Auto. Das erfüllen auf Mallorca vor allem:
- Playa de Muro und Platja d'Alcúdia: flach, breit, viel Platz.
- Platja de Formentor: schmaler Sandstreifen unter Pinien, meist ruhiges Wasser. Achtung: Von Mitte Mai bis Mitte Oktober ist die Zufahrt geregelt, ihr fahrt tagsüber nur, wenn am offiziellen Parkplatz mit rund 300 Plätzen noch etwas frei ist.
- Cala Mondragó: geschützte Bucht mit Rettungsschwimmern und Duschen.
- Cala Agulla: breiter Sand, Schatten in den Pinien dahinter.
Welcher Strand an welchem Tag gerade passt, sortieren wir laufend im WOW Beach Guide.
Unser Rat: so habt ihr den Strand fast für euch
- Früh los: Bei den bekannten Calas vor 10 Uhr ankommen. Ab Mittag wird es eng.
- Nebensaison nutzen: Im Juni und September ist das Wasser warm und die Parkplätze sind entspannter als im August.
- Wind beachten: Weht es von Norden, ist der Süden oft ruhiger, und umgekehrt.
- Nicht drei Buchten an einem Tag: Eine gute Bucht und ein schöner Mittagstisch schlagen jede Strand-Rallye.
- Kurze Wege einplanen: Wer nah am Meer wohnt, kann mittags heimfahren und abends zurückkommen.
Genau dafür haben wir Häuser in Strandnähe: alle Fincas am Meer und alle Fincas mit Meerblick. Im Norden etwa die Finca Palma Papa in Cala Sant Vicenç für bis zu 12 Gäste, mit den kleinen Buchten des Ortes in der Nähe.
Häufige Fragen
Was ist der schönste Strand auf Mallorca?
Einen einzigen gibt es nicht. Als schönste Naturstrände gelten Es Trenc im Süden und Cala Torta im Nordosten, als schönste Buchten Caló des Moro, Cala Mondragó und Cala Llombards im Südosten. Für Familien sind Playa de Muro und Alcúdia im Norden die bequemste Wahl.
Welche Strände auf Mallorca sind gut für Kinder?
Besonders geeignet sind die flachen Sandstrände in der Bucht von Alcúdia mit Playa de Muro, außerdem Cala Mondragó und Cala Agulla. Dort gibt es in der Saison Rettungsschwimmer, Toiletten und Schatten in der Nähe.
Wo gibt es auf Mallorca Strände ohne Hotels?
Unbebaut sind zum Beispiel Es Trenc, Cala Torta, Cala Varques und die Platja des Coll Baix bei Alcúdia. Dort gibt es meist keine oder nur wenig Infrastruktur, Wasser und Sonnenschutz solltet ihr selbst mitbringen.
Wann sind die Strände auf Mallorca am leersten?
Am ruhigsten ist es früh morgens vor 10 Uhr und in der Vor- und Nachsaison, also etwa im Juni und September. Im Juli und August sind bekannte Buchten wie Caló des Moro ab dem späten Vormittag sehr voll.
Kann man an Mallorcas Buchten gut parken?
Bei den bekannten Calas ist Parken oft das größte Problem. An Cala Mondragó und Formentor wird der Zugang in der Hochsaison gesteuert, an Caló des Moro und Cala Varques sind die Möglichkeiten stark begrenzt. Wer früh kommt oder in Laufnähe wohnt, spart sich die Suche.




Share:
Es Trenc: Mallorcas Naturstrand ohne Hotels, mit Salinen und Dünen
Palma Sehenswürdigkeiten: ein Tag in der Stadt, von der Finca aus