Kurz gesagt: Im Norden Mallorcas findet ihr beides: lange, flach abfallende Sandstrände in den Buchten von Pollença und Alcúdia, ideal für Kinder, und kleine Felsbuchten wie in Cala Sant Vicenç, am Cap de Formentor oder in der Cala Bóquer. Für Familien sind Port de Pollença, Alcúdia und Platja de Muro am bequemsten, für Schnorchler die Buchten.
Es gibt Strandtage, an denen man eigentlich nur eines will: einen Platz, an dem die Kinder bis zum Bauch ins Wasser laufen können, ohne dass jemand nervös wird. Und es gibt Strandtage, an denen man lieber zwanzig Minuten wandert, um eine Bucht zu finden, in der das Lauteste das Wasser ist. Der Norden Mallorcas kann beides. Man muss nur wissen, wo.
Die Strände im Norden auf einen Blick
| Strand | Charakter | Gut für |
|---|---|---|
| Port de Pollença | Flacher Sand, Promenade, ruhiges Wasser | Familien, Spaziergänge, Wassersport |
| Cala Sant Vicenç | Vier kleine Buchten mit Sand und Fels | Schwimmen, Schnorcheln, Abende am Meer |
| Platja de Formentor | Schmaler Sandstreifen mit Pinien | Postkartenblick, ruhiges Wasser |
| Cala Bóquer | Steine, kein Schatten | Wanderer, Schnorchler |
| Platja d’Alcúdia | Kilometerlanger, flacher Sandstrand | Kleine Kinder, lange Strandtage |
| Platja de Muro | Sand, Dünen, Pinienwald im Rücken | Familien, Natur |
| Coll Baix | Kiesbucht, steiler Zugang | Abenteuer, Ruhe |
Bucht von Pollença
Port de Pollença: der Hausstrand
Der Strand von Port de Pollença zieht sich am Ort entlang, der Sand ist fein, das Wasser fällt sanft ab und bleibt in der geschützten Bucht meist ruhig. Dahinter liegen Promenade, Cafés und Eisdielen. Das macht ihn zum unkomplizierten Strand für Familien: kurze Wege, Schatten in Reichweite, und wer genug hat, ist in fünf Minuten beim Mittagessen. Wer direkt im Ort wohnen möchte, findet Häuser wie die Casita Sa Vinyeta in Port de Pollença.
Cala Sant Vicenç: vier Buchten vor großer Kulisse
Rund sechs Kilometer von Pollença entfernt liegt Cala Sant Vicenç mit seinen vier Buchten Cala Barques, Cala Clara, Cala Molins und Cala Carbó. Sand und Fels wechseln sich ab, das Wasser ist klar, und hinter allem ragt die Felswand des Cavall Bernat auf. Die Buchten sind kleiner als die großen Sandstrände, dafür ist jeder Badetag ein bisschen wie ein Ausflug. Im Sommer gibt es an der Cala Molins abends einen kleinen Markt.

Platja de Formentor: früh da sein lohnt sich
Der Strand auf der Halbinsel Formentor ist einer der bekanntesten der Insel: ein schmaler Sandstreifen, Pinien bis fast ans Wasser, gegenüber die Bucht von Pollença. Weil es hier im Sommer sehr voll wurde, regelt die Inselverwaltung die Zufahrt. In der Saison 2026 war die Straße zum Kap laut ADAC vom 15. Mai bis 18. Oktober täglich von 10 bis 22 Uhr für Privatautos gesperrt. Zum Strand von Formentor durften Autos weiter fahren, solange Parkplätze frei waren. Statt mit dem Auto fahrt ihr dann mit dem Shuttlebus, der von Alcúdia über Port de Pollença zum Leuchtturm fährt. Die Termine für 2027 stehen noch nicht fest, schaut deshalb vor eurer Reise nach.
Cala Bóquer: der Strand, den man sich verdient
Von Port de Pollença führt ein ausgeschilderter Weg durch das Bóquer-Tal ans Meer, rund 2,5 Kilometer oder etwa 40 Minuten zu Fuß. Am Ende wartet eine Bucht ohne Sand, ohne Kiosk und ohne Schatten, dafür mit sehr klarem Wasser. Badeschuhe, Wasser und Sonnenschutz gehören in den Rucksack.
Bucht von Alcúdia
Platja d’Alcúdia und Platja de Muro: Platz für alle
Südlich von Alcúdia beginnt einer der längsten Sandstrände der Insel, der in die Platja de Muro übergeht. Das Wasser bleibt lange flach, der Sand ist hell und fein. Für Familien mit kleinen Kindern ist das kaum zu schlagen: Burgen bauen, planschen, wiederholen. An der Platja de Muro liegen Dünen und Pinien hinter dem Strand, es wirkt naturbelassener als im Ortsbereich. Die Finca Bellmar bei Alcúdia ist mit Platz für zwölf ein guter Ausgangspunkt für diese Ecke.
Coll Baix: für alle, die es ruhig wollen
Auf der Halbinsel La Victòria liegt die Kiesbucht Coll Baix. Der Weg ist ab dem Museum Sa Bassa Blanca ausgeschildert, die letzten Meter führen steil bergab und über Felsen. Für kleine Kinder ist das nichts, für Paare und Wanderer ein schöner Tag.
Gut zu wissen für den Strandtag
- Früh oder spät: Bis 10 Uhr und ab 17 Uhr sind die Strände leerer und das Licht schöner.
- Badeschuhe: In den Felsbuchten und an Kiesstränden eine echte Erleichterung.
- Seegras: Angespülte Posidonia ist kein Schmutz, sondern ein Zeichen für gesundes Meer.
- Abgelegene Buchten: Dort gibt es meist weder Rettungsschwimmer noch Kiosk. Wasser und Proviant mitnehmen.
- Hunde: In der Badesaison sind sie an den meisten Stränden nicht erlaubt. Ausnahmen sind ausgewiesene Hundestrände.
Sonnencreme, Wasser und Snacks für den Strandtag bringt euch der WOW MART in die Finca. Mehr über die Altstadt und den Kalvarienberg lest ihr in Pollença an einem Tag, und Häuser in Gehweite zum Wasser findet ihr unter Finca Mallorca am Meer. Den Überblick über die Region gibt es auf Finca im Norden Mallorcas.
Häufige Fragen
Welcher Strand im Norden Mallorcas ist am besten für Kinder?
Die Platja d’Alcúdia, die Platja de Muro und der Strand von Port de Pollença. Alle drei haben feinen Sand und sehr flach abfallendes Wasser, dazu kurze Wege zu Cafés und Schatten.
Wo kann man im Norden Mallorcas gut schnorcheln?
In den Felsbuchten von Cala Sant Vicenç und in der Cala Bóquer, die ihr von Port de Pollença in etwa 40 Minuten zu Fuß erreicht. Das Wasser ist dort besonders klar.
Kann man mit dem Auto zum Strand von Formentor fahren?
In der Saison 2026 war die Straße zum Kap Formentor vom 15. Mai bis 18. Oktober täglich von 10 bis 22 Uhr für Privatautos gesperrt. Zum Strand durften Autos fahren, solange Parkplätze frei waren, ansonsten fährt ein Shuttlebus ab Alcúdia und Port de Pollença. Die Termine für 2027 stehen noch nicht fest.
Wie viele Buchten hat Cala Sant Vicenç?
Vier: Cala Barques, Cala Clara, Cala Molins und Cala Carbó. Sie liegen rund sechs Kilometer von Pollença entfernt vor der Felswand des Cavall Bernat.
Gibt es ruhige Strände im Norden Mallorcas?
Ja, wenn ihr ein Stück lauft. Die Cala Bóquer bei Port de Pollença und Coll Baix auf der Halbinsel bei Alcúdia erreicht ihr nur zu Fuß. Dort ist es auch im Sommer deutlich ruhiger.

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