Morgens noch Olivenbäume vor dem Fenster, kurz darauf Kathedrale, Markthalle und Gassen, in denen es nach Kaffee und Ensaïmada riecht. Palma ist die einzige echte Großstadt der Insel. Und sie verträgt sich erstaunlich gut mit einem Finca-Urlaub.
Hier findet ihr die Palma Sehenswürdigkeiten, die sich an einem Tag wirklich lohnen, und wie ihr den Tag organisiert, ohne die Hälfte davon im Parkhaus oder hinter einer Kreuzfahrtgruppe zu verbringen. Kurz gesagt: Kathedrale La Seu und Almudaina am Vormittag, Altstadt und Mercat de l'Olivar zur Mittagszeit, Santa Catalina oder das Castell de Bellver am Nachmittag. Mehr braucht ein guter Tag in Palma de Mallorca nicht.
Palma Sehenswürdigkeiten auf einen Blick
- Kathedrale La Seu und Palau de l'Almudaina: Wahrzeichen und Königspalast am Meer.
- Barri Antic: Altstadt mit Innenhöfen und Arabischen Bädern.
- Mercat de l'Olivar und Passeig del Born: Markthalle und Flaniermeile.
- Santa Catalina und Es Baluard: Restaurantviertel und Kunst in der Stadtmauer.
- Castell de Bellver: die runde Burg mit dem besten Blick auf Palma.
Kathedrale La Seu und Almudaina: der große Auftritt
Die Kathedrale steht so nah am Wasser, als wolle sie sich darin spiegeln. Gebaut wurde nach der Eroberung Mallorcas durch Jaume I. im Jahr 1229, über mehrere Jahrhunderte. Anfang des 20. Jahrhunderts hat Antoni Gaudí den Innenraum umgestaltet, mehr Licht hineingeholt und den schwebenden Baldachin über dem Altar entworfen.
Die eigentliche Überraschung wartet in einer Seitenkapelle: die Keramikwand von Miquel Barceló, eine Unterwasserwelt aus Ton, die man entweder sofort liebt oder sehr lange anschaut. Die große Fensterrose gilt als eine der größten der Gotik. Am 2. Februar und am 11. November fällt die Morgensonne so hindurch, dass auf der gegenüberliegenden Wand für ein paar Minuten eine Acht aus Licht entsteht.
Praktisch: Sonntags und an kirchlichen Feiertagen ist die Kathedrale für Besichtigungen in der Regel geschlossen, samstags schließt sie früher. Eintrittspreise und Öffnungszeiten wechseln mit der Saison, prüft sie vorher auf der offiziellen Seite. Schultern und Knie sollten bedeckt sein. Im Sommerhalbjahr gibt es zusätzlich geführte Touren über die Dachterrassen, mit eigenem Ticket und erst ab neun Jahren.
Gleich nebenan liegt der Palau de l'Almudaina, einst maurische Festung, heute offizieller Palast der Königsfamilie auf Mallorca. Nach einer siebenmonatigen Sanierung ist er seit Sommer 2026 mit neuem Rundgang geöffnet, der chronologisch von den Römern bis zu den Bourbonen führt. Erstmals ist auch der Palau de la Reina zugänglich.
Barri Antic: Altstadt, Innenhöfe und Arabische Bäder
Hinter der Kathedrale beginnt das Barri Antic. Lauft ohne Plan und schaut durch offene Tore: Viele Stadtpaläste haben Patios mit Steintreppen und Säulen.
Ein kleines Highlight sind die Banys Àrabs, die Arabischen Bäder. Sie gehören zu den wenigen erhaltenen Bauten aus maurischer Zeit: Zwölf Säulen tragen eine Kuppel, durch deren runde Öffnungen Tageslicht fällt. Die Anlage ist klein, der Garten davor eine schattige Pause. Rechnet mit einer Viertelstunde und nehmt Bargeld mit.
Mercat de l'Olivar und Passeig del Born
Den Mercat de l'Olivar gibt es seit 1951, und Einheimische kaufen hier bis heute tatsächlich ein. Fisch, Fleisch, Obst, Käse, dazwischen Theken mit Tapas, Austern und einem Glas Cava. Geöffnet ist in der Regel montags bis samstags von 7 bis 14 Uhr, sonntags bleibt die Halle zu. Was ihr an mallorquinischen Spezialitäten unbedingt probieren solltet, steht in unserem Beitrag zur mallorquinischen Küche.
Der Passeig del Born (spanisch Paseo del Borne) ist Palmas Flaniermeile unter Platanen, gesäumt von Stadtpalästen, Geschäften und Cafés. Ein guter Ort für einen Kaffee und das Gefühl, heute nichts mehr vorzuhaben.
Santa Catalina, Es Baluard und Castell de Bellver
Santa Catalina, gleich westlich der Altstadt, war früher das Viertel der Fischer und Seeleute und ist heute eines der Restaurantviertel der Stadt. Die Markthalle dort ist kleiner als der Olivar, vormittags lebendig und inzwischen bei Besuchern genauso beliebt wie bei den Nachbarn.
Es Baluard ist Palmas Museum für moderne und zeitgenössische Kunst, eingebaut in eine Bastion der Stadtmauer aus dem 16. Jahrhundert. Die Sammlung zeigt unter anderem Werke von Miró, Picasso und Barceló. Und selbst Kunstmuffel lohnt der Blick von den Terrassen über die Bucht.
Das Castell de Bellver ist eine gotische Burg mit kreisrundem Grundriss, auf einem bewaldeten Hügel westlich des Zentrums. Von oben seht ihr Hafen, Kathedrale und Bucht in einem Bild. Laut Stadt Palma ist montags geschlossen, sonntags ist der Eintritt frei, und Kinder unter 14 zahlen nie.
Tagesroute: Palma an einem Tag
- 9.30 Uhr: Ankunft, Auto ins Parkhaus am Parc de la Mar, Kaffee in der Altstadt.
- 10 Uhr: Kathedrale La Seu, danach die Almudaina.
- 11.30 Uhr: durch das Barri Antic zu den Arabischen Bädern.
- 12.30 Uhr: Mercat de l'Olivar, Mittagessen an den Theken.
- 14 Uhr: Passeig del Born im Siesta-Tempo.
- 15.30 Uhr: Es Baluard, dann zu Fuß nach Santa Catalina.
- 17 Uhr: Castell de Bellver mit Abendlicht über der Bucht (Schließzeit beachten), danach zurück zur Finca.
Wer lieber Zug fährt als parkt: Der historische Rote Blitz nach Sóller startet an der Plaça d'Espanya mitten in Palma. Das ist allerdings ein eigener Ausflug.
Anreise, Parken und die beste Uhrzeit
Mit dem Auto: Am entspanntesten sind die Parkhäuser am Rand der Altstadt, etwa unter dem Parc de la Mar direkt bei der Kathedrale oder an der Plaça Major. Parken an der Straße ist im Zentrum mühsam und oft Anwohnern vorbehalten. Günstiger ist der Parkplatz am Stadion Son Moix, von dort fährt der Stadtbus ins Zentrum. Mehr dazu in unseren Mietwagen-Tipps für Mallorca.
Mit Bus oder Bahn: Viele Überlandbusse und die Inselbahn enden an der Estació Intermodal an der Plaça d'Espanya. Von dort seid ihr zu Fuß in wenigen Minuten in der Altstadt.
Kreuzfahrttage meiden: Liegen mehrere große Schiffe im Hafen, ist die Gegend um die Kathedrale am späten Vormittag voller Gruppen. Trotz vereinbarter Obergrenzen lagen im August 2026 an einem Vormittag sechs Schiffe gleichzeitig in Palma. Die Hafenbehörde der Balearen veröffentlicht die angemeldeten Anläufe online, ein Blick vorab lohnt sich.
Beste Uhrzeit: Früh starten, mittags essen, den heißen Nachmittag im Museum verbringen. Frühling, Herbst und Winter sind die angenehmeren Monate für Palma.
Palma mit Kindern
Die Kathedrale beeindruckt auch Kinder, aber eher zwanzig Minuten lang. Besser funktionieren die Burg Bellver mit ihrer Dachterrasse, der Parc de la Mar mit dem großen Wasserbecken und die Markthalle, wo es überall etwas zu probieren gibt. Plant lieber drei Stationen als sieben, der Pool wartet.
Unser Rat: Wo ihr für Palma wohnt
Morgens Stadt, nachmittags Ruhe: Dafür wohnt ihr am besten am Stadtrand oder in der Inselmitte.
- Villa Rainbow in Establiments liegt am Stadtrand von Palma, rund eine Viertelstunde vom Zentrum, für bis zu 14 Gäste. Gut für Gruppen, die Stadt und Pool kombinieren wollen.
- Finca Sa Lino in Sa Garriga bei Palma bietet Platz für bis zu 8 Gäste.
- Landhaus Hort des Padri in Marratxí, nahe Palma, für bis zu 8 Gäste.
Weitere Häuser mit kurzer Anfahrt findet ihr unter Fincas im Süden Mallorcas und Fincas in der Inselmitte. Und wer nach dem Stadttag keine Lust mehr auf Einkaufen hat: Das rote Telefon kennt jemanden, der den Kühlschrank füllt.
Häufige Fragen
Was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Palma de Mallorca?
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Palma sind die Kathedrale La Seu, der Königspalast Almudaina, die Altstadt Barri Antic mit den Arabischen Bädern, der Mercat de l'Olivar, der Passeig del Born, das Museum Es Baluard und das Castell de Bellver. Dazu kommt das Viertel Santa Catalina mit seiner Markthalle und vielen Restaurants.
Reicht ein Tag für Palma?
Ein Tag reicht für Kathedrale, Almudaina, Altstadt, Markthalle und das Castell de Bellver, wenn ihr früh startet. Wer Museen in Ruhe sehen und Santa Catalina am Abend erleben will, plant zwei Besuche, von einer Finca am Stadtrand ohne lange Anfahrt.
Ist die Kathedrale von Palma sonntags geöffnet?
Für touristische Besichtigungen ist die Kathedrale sonntags und an kirchlichen Feiertagen in der Regel geschlossen, der Besuch der Messe ist möglich. Samstags gelten kürzere Öffnungszeiten. Preise und Zeiten ändern sich je nach Saison, deshalb vorher auf der offiziellen Seite prüfen.
Wo parkt man am besten in Palma?
Für die Altstadt eignen sich die Parkhäuser unter dem Parc de la Mar direkt bei der Kathedrale und an der Plaça Major. Günstiger ist der Parkplatz am Stadion Son Moix, von dem der Stadtbus ins Zentrum fährt.
Wann ist der Eintritt ins Castell de Bellver kostenlos?
Laut Stadt Palma ist der Eintritt ins Castell de Bellver sonntags frei, Kinder unter 14 Jahren zahlen generell nichts. Montags ist die Burg geschlossen.




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