Katja hat Fragen vorbereitet. Gassi nicht. Er sitzt im Ferienhaus Cecilio draußen, hat seine Sonnenbrille noch auf und vor sich einen Kaffee, den er nach eigener Aussage „für die Konzentration“ braucht. Cecilio haben beide inzwischen gesehen. Das Haus, die Schlafzimmer, den Garten, die Terrasse, den Pool. Katja möchte daraus ein kleines Interview machen. Gassi möchte zunächst wissen, ob „klein“ bedeutet, dass er nicht so viel antworten muss. Wir beginnen trotzdem.

Also Gassi. Cecilio in einem Satz?
Ich würde hier meine Zahnbürste vergessen.

Das ist gut?
Sehr. Dann muss man wiederkommen.

Was war dein erster Gedanke, als wir angekommen sind?
Dass es angenehm wenig zu besprechen gibt. Naturstein, Garten, Terrasse, Pool. Nichts schreit. Nichts erklärt sich. Cecilio steht einfach da und sieht aus, als hätte es schon vor uns gewusst, wie Urlaub funktioniert.

Und drinnen?
Auch gut.

Mehr nicht?
Drei Schlafzimmer. Drei Bäder. Sechs Leute. Das ist eine mathematische Verteilung, die ich ausdrücklich unterstütze.

Warum?
Ich habe schon mit sechs Leuten und einem Bad Urlaub gemacht.

Ah.

Wir reden nicht darüber.

Der Pool?
Vorhanden.

Du warst zwei Stunden drin.
Ich habe ihn geprüft.

Und?
Nass.

Gassi.
Gut. Sehr gut sogar. Vor allem liegt er so im Garten, dass irgendwann dieser gefährliche Moment kommt, in dem einer sagt: „Wollen wir nicht noch irgendwo hin?“ Und alle schauen kurz hoch. Dann sagt keiner etwas. Das ist für mich ein Qualitätsmerkmal.

Was ist Cecilio denn für dich: Familienhaus, Haus für Freunde, Pärchen?
Ja.

Das waren drei Möglichkeiten.
Eben. Sechs Leute passen rein, jeder hat Platz, draußen spielt sowieso das meiste Leben. Ich würde nur darauf achten, dass mindestens einer grillen kann.

Kannst du grillen?
Ich kann danebenstehen.

Das zählt nicht.
Das entscheiden die Gäste.

Und wenn sechs Leute nicht reichen?
Gartentor.

Wie bitte?
Nebenan liegt Cayo. Das kann man dazunehmen. Dann macht man das Gartentor zwischen den beiden Häusern auf und plötzlich sind zwölf Leute im Urlaub. Ich finde das architektonisch sehr sympathisch. Andere bauen an. Cecilio öffnet eine Tür.

Was gefällt dir an der Lage?
Dass man seine Ruhe hat, ohne verschwunden zu sein. Consell ist nah, Palma erreichbar, Flughafen auch. Man kann Mallorca machen. Man muss aber nicht jeden Morgen aufspringen und Mallorca abarbeiten.

Was bedeutet „Mallorca abarbeiten“?
Sieben Buchten, drei Märkte, Palma, Sonnenuntergang und um 21 Uhr völlig erschöpft Sangria trinken.

Und deine Alternative?
Aufstehen.

Ja?
Kaffee.

Und dann?
Mal sehen.

Das ist dein Tagesplan?
Ich bin im Urlaub, Katja.

Was würdest du hier tatsächlich den ganzen Tag machen?
Das ist eine überraschend persönliche Frage.

Gassi.
Gut. Kaffee draußen. Kurz in den Pool. Irgendwer fährt Brot holen. Dann wird sehr lange darüber gesprochen, was man später machen könnte. Gegen Mittag merkt man, dass niemand etwas machen möchte. Dann Essen. Pool. Vielleicht Consell. Vielleicht auch nicht. Grill an. Wein auf. Plötzlich dunkel. Hervorragender Tag.

Was fehlt Cecilio?
Mir gerade?

Dem Haus.
Ach so. Nichts, was mich nervös machen würde.

Dein Lieblingsplatz?
Der Schatten.

Nicht der Pool?
Ich werde älter.

Das nehme ich als Schlusswort.
Nimm lieber das mit der Zahnbürste.

Warum?
Ist stärker.

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