Finca & Urlaub · Regeln

Rauchverbot am Strand und Bußgelder auf Mallorca: was wirklich gilt

Die meisten Bußgelder auf Mallorca bekommt, wer sich wie im Ballermann-Film benimmt. Für alle anderen: ein paar Regeln, die man kennen sollte.

Von Thorsten Kambach7 Min. Lesezeit

WOW FINCA Mallorca: Pool einer Finca bei Porto Colom mit Holzliegen und Sonnenschirmen, dahinter das Haus mit roten Fensterläden
In diesem Beitrag 9 Abschnitte
  1. 01Rauchen am Strand: was heute gilt
  2. 02Alkohol auf der Straße: Playa de Palma, S'Arenal, Magaluf
  3. 03Palma: Badekleidung, Trinkgelage und fliegende Händler
  4. 04Liegen, Handtücher, Sand und Muscheln
  5. 05Drohnen: erst registrieren, dann prüfen, dann fliegen
  6. 06Feuer und Grillen: die Waldbrandsaison
  7. 07Was davon für Finca-Gäste zählt
  8. 08Passende Fincas
  9. ?Häufige Fragen

Die Zigarette am Strand, das Bier auf dem Weg zurück zum Auto, die Drohne über der Bucht. Zu Hause denkt darüber niemand nach. Auf Mallorca kann jede dieser Kleinigkeiten ein Bußgeld kosten. Nicht überall, nicht immer. Aber genau das ist das Problem: Man muss wissen, wo.

Kurz gesagt: Ein spanienweites Rauchverbot an Stränden ist geplant, gilt aber noch nicht. Die Regierung hat das Gesetz im Juli 2026 ins Parlament gebracht, vorgesehen sind 200 bis 600 Euro Bußgeld. Viele Gemeinden auf Mallorca haben aber schon einzelne Strände rauchfrei gemacht. Alkohol auf der Straße kostet an der Playa de Palma, in S'Arenal und Magaluf 500 bis 1.500 Euro. In Palma ist teilweise Nacktheit im Stadtgebiet verboten. Feuer im und am Wald ist vom 1. Mai bis 15. Oktober tabu.

Regeln und Bußgelder auf einen Blick

  • Rauchen am Strandan ausgeschilderten Stränden verboten
  • Geplantes Gesetz200 bis 600 € fürs Rauchen, noch nicht in Kraft
  • Alkohol auf der Straße500 bis 1.500 € in Playa de Palma, S'Arenal, Magaluf
  • Palma: Nacktheitbis 750 €, auch teilweise
  • Feuer1. Mai bis 15. Oktober im und am Wald verboten
  • StandNovember 2026, vor Ort Schilder beachten

Rauchen am Strand: was heute gilt

Ein Gesetz, das das Rauchen an allen Stränden Spaniens verbietet, gibt es noch nicht. Die spanische Regierung hat am 21. Juli 2026 einen Entwurf für ein neues Tabakgesetz beschlossen und ins Parlament gegeben. Er sieht Rauch- und Dampfverbote an Stränden, auf Terrassen von Bars und Restaurants, an öffentlichen Pools und an Bushaltestellen vor. Fürs Rauchen an verbotenen Orten sind 200 bis 600 Euro vorgesehen. In Kraft tritt das Gesetz 20 Tage nach Veröffentlichung im Amtsblatt, und dafür muss erst das Parlament zustimmen (Quelle: Ultima Hora, 28.07.2026). Stand November 2026 ist das noch nicht passiert.

Unabhängig davon erklären die Gemeinden auf Mallorca seit Jahren einzelne Strände zu rauchfreien Stränden. Laut Mallorca Magazin (23.07.2026) gehören unter anderem dazu:

  • Palma: Ciutat Jardí, Portitxolet, Cala Major, Cala Nova, Cala Estància, Es Carnatge und der Molinar
  • Calvià: Es Carregador, Santa Ponça, La Romana, Platja dels Morts
  • Felanitx: Cala Ferrera, Cala Marçal, Cala Mitjana, Cala Sa Nau, S'Arenal de Portocolom
  • Pollença: Platja de Formentor, Albercutx, Cala Barques, Cala Molins
  • Weitere: Sant Joan (Alcúdia), Camp de Mar und Sant Elm (Andratx), Sa Platgeta (Artà), Cala Deià, Cala Anguila (Manacor), Playa de Muro, Son Bauló (Santa Margalida), Caló des Moro (Santanyí), Cala Galiota und Es Port (Ses Salines), Platja del Mónaco (Sóller)

Ob und wie hoch dort ein Bußgeld ausfällt, regelt jede Gemeinde selbst. Verlasst euch auf die Schilder am Strandzugang, nicht auf Listen, auch nicht auf diese. Und überall gilt: Kippen gehören nicht in den Sand. Ein leeres Bonbondöschen in der Strandtasche löst das Problem. Was ihr an Tabak mit nach Hause nehmen dürft, steht in Zoll Mallorca: Zigaretten, Alkohol und Tabak.

Alkohol auf der Straße: Playa de Palma, S'Arenal, Magaluf

Seit einem Erlass der Balearen-Regierung vom Mai 2024 zum verantwortungsvollen Tourismus ist in klar abgegrenzten Zonen der Platja de Palma, von S'Arenal de Llucmajor und Magaluf das Trinken von Alkohol im öffentlichen Raum verboten. Bars, Restaurants und Clubs dürfen weiter ausschenken. Läden dürfen dort zwischen 21:30 und 8 Uhr keinen Alkohol verkaufen. Das Bußgeld fürs Trinken auf der Straße liegt bei 500 bis 1.500 Euro (Quelle: illesbalears.travel, Balearen-Regierung). Auf derselben Seite findet ihr eine Karte der betroffenen Straßen.

Dazu kommen Regeln gegen Partyboote, die näher als eine Seemeile an die Küste dieser Zonen kommen, gegen Angebote wie Happy Hours oder Kneipentouren, die zum schnellen Trinken animieren, und gegen Balconing, also das Springen von Balkonen.

Palma: Badekleidung, Trinkgelage und fliegende Händler

Palma hat eine neue Verordnung über das Zusammenleben, in Kraft seit dem 25. Mai 2025. Sie verbietet Trinkgelage auf der Straße, den Botellón. Nacktheit im öffentlichen Raum, ganz oder teilweise, kann bis zu 750 Euro kosten. Ausgenommen sind ausgewiesene Bereiche und oben ohne am Strand. Wer bei illegalen Straßenhändlern kauft, riskiert ebenfalls bis zu 750 Euro, Balconing bis zu 1.500 Euro (Quelle: Majorca Daily Bulletin, 24.05.2025).

Praktisch heißt das: Am Strand Badesachen, in der Altstadt ein Hemd drüber. Was beim Nacktbaden gilt, steht ausführlich in Ist FKK auf Mallorca erlaubt?. Auch andere Gemeinden wie Calvià regeln das per Verordnung. Wer in Badehose einkaufen geht, merkt das manchmal schon an der Supermarkttür.

Liegen, Handtücher, Sand und Muscheln

Ein inselweites Bußgeld fürs Reservieren von Strandliegen mit dem Handtuch haben wir in den offiziellen Quellen nicht gefunden. An bewirtschafteten Stränden gehören die Liegen ohnehin dem Verleiher, und der entscheidet. Die kurze Kulturgeschichte des Handtuchs auf der Liege steht in Das Handtuch auf der Liege. In der Finca ist das Thema erledigt: Die Liegen gehören euch.

Sand, Steine und Muscheln vom Strand bleiben auf Mallorca, wo sie sind. Das Mitnehmen ist verboten. Und das angespülte Seegras Posidonia schützt die Strände. Mehr dazu in Quallen, Seeigel und Posidonia.

Drohnen: erst registrieren, dann prüfen, dann fliegen

Wer in Spanien eine Drohne fliegen will, braucht eine Registrierung als Drohnenbetreiber, sobald die Drohne mehr als 250 Gramm wiegt oder eine Kamera hat. Ausgenommen sind nur Geräte, die als Spielzeug eingestuft sind. Eine Registrierung in einem anderen EU-Land gilt auch in Spanien, die Betreibernummer muss auf der Drohne stehen (Quelle: AESA, spanische Luftfahrtbehörde).

Auf Mallorca kommt hinzu: Rund um den Flughafen Palma, über Naturparks und über Orten können Beschränkungen gelten. Wo genau, zeigt die Karte der Flugsicherung ENAIRE. Prüft sie vor jedem Start. Über Menschen am Strand fliegt ihr nicht. Und über den Pool der Nachbarfinca auch nicht.

Feuer und Grillen: die Waldbrandsaison

Vom 1. Mai bis 15. Oktober ist auf den Balearen jedes Feuer im Wald und im Umkreis von 500 Metern um Waldflächen verboten, außer mit Sondergenehmigung (Quelle: Ecoticias nach Angaben der Balearen-Regierung). Viele Fincas liegen genau in diesem Umkreis. Offenes Feuer im Garten, Feuerschalen und Feuerwerk fallen in dieser Zeit weg. Ob und wie ihr den Grill eurer Finca nutzt, steht in den Hausregeln. Im Zweifel fragt kurz nach. Mehr dazu im Finca-Knigge und in Grillabend in der Finca.

Die Kippe aus dem Autofenster ist im Sommer übrigens nicht nur unhöflich. Die Balearen-Regierung bittet ausdrücklich um Vorsicht mit Zigarettenkippen, denn rund 90 Prozent der Waldbrände haben menschliche Ursachen.

Was davon für Finca-Gäste zählt

Ehrlich gesagt: wenig. Die strengsten Regeln gelten an der Playa de Palma und in Magaluf, wo Finca-Gäste selten Urlaub machen. Für euch zählen drei Dinge: Schilder am Strand lesen, in der Stadt angezogen sein, im Sommer kein offenes Feuer. Dazu kommt, was auch zu Hause gilt: Verkehrsregeln auf Mallorca kosten deutlich mehr als jede Zigarette am Strand.

Passende Fincas

Ein Strandtag ohne Rauch, abends ein Glas Wein auf der eigenen Terrasse, ohne dass jemand ein Bußgeld schreibt. Die Finca Floriana liegt bei Porto Colom, in einer Gemeinde mit gleich fünf rauchfreien Buchten. Die Villa Azul liegt in Cala d'Or mit Pool und Meerblick. Mehr Häuser: Fincas im Osten und Fincas im Süden Mallorcas.

Finca Floriana

Porto Colom · OostenMaximaal 12 gasten

vanaf 1.300 € per nacht

Villa Azul

Cala d'Or · OostenMaximaal 8 gasten

vanaf 890 € per nacht

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Ihr wollt am Strand rauchen, ohne Ärger zu bekommen, oder mit der Drohne die Finca filmen? Fragt uns vorher. Wir sagen euch, welche Bucht in eurer Nähe welche Regeln hat. Und wenn ihr Luftbilder von eurer Finca wollt, klären wir vorher, was dort erlaubt ist.

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Häufige Fragen

Darf man auf Mallorca am Strand rauchen?

An vielen Stränden ja, an ausgeschilderten rauchfreien Stränden nicht. Dazu gehören in Palma etwa Ciutat Jardí und Cala Major, in Felanitx S'Arenal de Portocolom. Ein spanienweites Rauchverbot an Stränden ist geplant, aber Stand November 2026 noch nicht in Kraft.

Wie hoch ist das Bußgeld fürs Rauchen am Strand?

Das neue spanische Tabakgesetz sieht 200 bis 600 Euro vor, es gilt aber noch nicht. An den rauchfreien Stränden der Gemeinden legt jede Gemeinde die Höhe selbst fest.

Darf man auf Mallorca auf der Straße Alkohol trinken?

In Zonen der Playa de Palma, von S'Arenal und Magaluf nicht. Dort kostet es 500 bis 1.500 Euro. In Palma ist außerdem der Botellón verboten. Terrassen von Bars und Restaurants sind ausgenommen.

Darf man in Palma in Badekleidung herumlaufen?

Palmas Verordnung von 2025 ahndet Nacktheit im öffentlichen Raum, auch teilweise, mit bis zu 750 Euro. Ausgenommen sind ausgewiesene Bereiche und oben ohne am Strand. In der Stadt also lieber angezogen sein.

Darf man auf Mallorca eine Drohne fliegen?

Ja, mit Registrierung als Betreiber, wenn die Drohne über 250 Gramm wiegt oder eine Kamera hat. Rund um den Flughafen, über Naturparks und über Orten können Beschränkungen gelten. Welche, zeigt die Karte der Flugsicherung ENAIRE.

Darf man in der Finca grillen?

Am vorhandenen Grill nach den Hausregeln. Vom 1. Mai bis 15. Oktober ist jedes Feuer im Wald und im Umkreis von 500 Metern verboten, offenes Feuer im Garten fällt dann weg. Im Zweifel fragt ihr uns.