Orte & Strände · Südosten

Santanyí und Cala Figuera: Markt, Sandstein und ein Fischerhafen im Südosten

Ein Markt, für den samstags die halbe Insel früher aufsteht. Und fünf Kilometer weiter ein Hafen, in dem die Boote in Garagen wohnen.

Von Thorsten Kambach7 Min. Lesezeit

WOW FINCA Mallorca: Pool und Ferienhaus der Finca Es Taronger am Ortsrand von Santanyí
In diesem Beitrag 9 Abschnitte
  1. 01Santanyí: ein Ort aus Stein
  2. 02Der Markt am Mittwoch und Samstag
  3. 03Cala Figuera: der Fischerhafen
  4. 04Buchten in der Nähe
  5. 05Essen in Santanyí und Cala Figuera
  6. 06Anfahrt und beste Zeit
  7. 07Für wen Santanyí passt
  8. 08Wohnen rund um Santanyí
  9. ?Häufige Fragen

Samstag, kurz nach neun. Auf der Plaça Major werden Kisten mit Tomaten gestapelt, jemand probiert Oliven, ein Hund wartet geduldig vor der Bäckerei. Die Häuser ringsum sind aus Sandstein, der im Morgenlicht die Farbe von Honig annimmt. Um elf ist der Platz voll. Wer jetzt erst kommt, sucht einen Parkplatz und wird demütig.

Kurz gesagt: Santanyí ist der Hauptort einer Gemeinde im Südosten Mallorcas mit rund 12.900 Einwohnern, 56 Kilometer von Palma. Bekannt ist der Ort für seine Altstadt aus hellem Sandstein, Galerien und den Markt am Mittwoch und Samstag rund um die Plaça Major. Fünf Kilometer südöstlich liegt Cala Figuera, ein Fischerhafen in einer Y-förmigen Bucht mit Bootshäusern, eher zum Schauen und Essen als zum Baden. Zum Schwimmen fahrt ihr in die Cala Santanyí, die Cala Llombards oder in den Naturpark Mondragó.

Santanyí und Cala Figuera auf einen Blick

PALMASantanyí
  • RegionSüdosten, Gemeinde Santanyí
  • Palma / Flughafenca. 56 km / gut 50 km, rund 50 Min.
  • MarktMittwoch und Samstag, 9–13 Uhr
  • Cala Figueraca. 5 km, Fischerhafen ohne Sandstrand
  • BadenCala Santanyí, Cala Llombards, Mondragó

Santanyí: ein Ort aus Stein

Santanyí ist klein genug, um es zu Fuß zu verstehen. Ein Rundgang dauert eine Stunde, wenn ihr in keinem Café hängen bleibt, also eher zwei. Fast alles ist aus dem hellen Sandstein der Gegend gebaut, der Pedra de Santanyí, die hier gebrochen wird und in vielen Bauwerken der Insel steckt.

  • Sa Porta Murada: das alte Stadttor aus dem 14. Jahrhundert mit einem Turm aus dem 16. Jahrhundert, der Rest der Stadtmauer gegen Piratenüberfälle. Es steht an der Ausfahrt Richtung Palma.
  • Sant Andreu: die große Pfarrkirche an der Plaça Major. Drinnen steht eine barocke Orgel von Jordi Bosch, die ursprünglich im Dominikanerkloster von Palma spielte und erst später nach Santanyí kam.
  • Galerien und Läden: In den Gassen rund um den Platz haben sich Galerien, Keramik- und Einrichtungsläden angesiedelt. Santanyí ist seit Jahren der Ort im Südosten, an dem man mehr kauft, als ins Handgepäck passt.

Der Markt am Mittwoch und Samstag

Markt ist mittwochs und samstags vormittags rund um die Plaça Major und in den Nebenstraßen, an Feiertagen fällt er meist aus. Es gibt Obst, Gemüse, Käse, Oliven, Sobrassada, Korbwaren, Keramik und Kleidung. Der Samstagsmarkt ist der volle, mit Besuchern aus der ganzen Inselhälfte. Der Mittwoch ist ruhiger und dem Ort näher.

  • Früh kommen: vor zehn Uhr. Danach wird es eng, auf dem Platz und auf den Straßen.
  • Parken: am Ortsrand und die letzten Meter laufen. In die Altstadt hineinzufahren kostet Zeit und Nerven.
  • Einkaufen fürs Haus: Brot, Obst, Käse und Oliven vom Markt sind der beste Grundstock für einen langen Abend auf der Terrasse.

Welche Märkte an welchem Tag sonst noch laufen, steht unter Wochenmärkte auf Mallorca.

Cala Figuera: der Fischerhafen

Fünf Kilometer südöstlich von Santanyí schneidet sich eine schmale Bucht in die Felsküste. Sie teilt sich in zwei Arme, den Caló d’en Boira und den Caló d’en Busques, zusammen ergeben sie ein Y. Am Ende der Arme stehen die Fischerhäuser mit ihren Bootsgaragen direkt am Wasser, davor liegen bunte Boote. Erwähnt wird der Ort schon 1306, die ersten Häuser entstanden im späten 19. Jahrhundert. Früher war Cala Figuera der Hafen von Santanyí, heute ist es einer der meistfotografierten Orte der Südostküste.

Östlich der Bucht steht die Torre d’en Beu, ein Wachturm von 1569. Von dort oben seht ihr, wie geschützt der Hafen in den Fels gebaut ist.

Baden? Eher nicht. Cala Figuera hat keinen richtigen Sandstrand, nur Felsen und ein paar Einstiege. Kommt zum Schauen, zum Essen und zum Spazieren auf den Wegen entlang der Bucht. Am schönsten ist der Hafen früh am Morgen, bevor die Tagesausflügler kommen. Parkt oberhalb und lauft hinunter, unten ist der Platz knapp.

Buchten in der Nähe

  • Cala Santanyí: wenige Minuten von Cala Figuera, breiter Sandstrand, flacher Einstieg, Restaurants. Vor der Bucht steht der Felsbogen Es Pontàs im Meer.
  • Cala Llombards: schmale, geschützte Bucht mit feinem Sand, gut mit Kindern. Alles dazu im Beitrag Es Llombards und Cala Llombards.
  • Naturpark Mondragó: rund 785 Hektar Schutzgebiet zwischen Portopetro und Cala Figuera, seit 1992. Die Buchten Cala Mondragó und S’Amarador haben hellen Sand, Pinien und flaches Wasser.
  • Caló des Moro: das berühmte Fotomotiv, im Sommer sehr voll. Unser ehrlicher Rat steht unter Strände an der Ostküste.
  • Es Trenc: eine gute halbe Stunde westlich, kilometerlanger Naturstrand. Mehr unter Es Trenc.

Essen in Santanyí und Cala Figuera

In Santanyí sitzt man an der Plaça Major und in den Gassen drumherum: Cafés für den Cortado nach dem Markt, Tapas-Bars, Restaurants mit mallorquinischer und mediterraner Küche. In Cala Figuera liegt der Fokus auf Fisch, mit Lokalen, die auf den Hafen schauen. Reserviert am Markttag und im Sommer abends. Viele Betriebe an der Küste machen im Winter Pause, im Ort selbst ist das ganze Jahr etwas offen. Was ihr auf die Teller bekommt und wie es heißt: Mallorquinische Küche.

Anfahrt und beste Zeit

Vom Flughafen Palma fahrt ihr über die Ma-19 Richtung Llucmajor und Campos und weiter bis Santanyí, gut 50 Kilometer, ohne Stau rund 50 Minuten. Cala Figuera erreicht ihr von dort in zehn Minuten. Busse fahren, aber selten. Mit einem Mietwagen seid ihr deutlich freier.

Wann? Mai, Juni, September und Oktober: Das Meer ist warm genug, die Buchten sind nicht überlaufen. Im Juli und August gilt für Strände und Markt dieselbe Regel: früh da sein. Im Winter ist Santanyí ein lebendiger Ort mit Markt und Cafés, Cala Figuera wird sehr still.

Für wen Santanyí passt

  • Für Genießer: Markt, Cafés, Galerien, Fisch am Hafen.
  • Für Familien: Cala Santanyí und Mondragó mit flachem Einstieg in einer Viertelstunde.
  • Für alle, die nicht jeden Tag denselben Strand wollen: Von hier erreicht ihr ein Dutzend Buchten und Es Trenc.

Wer es noch ländlicher will, schaut auf die Dörfer drumherum: Cas Concos liegt zwischen Feldern, Campos ist der nächste Ort Richtung Es Trenc. Und wer abends Hafen und Promenade sucht, fährt nach Cala d’Or.

Wohnen rund um Santanyí

Die Finca Es Taronger liegt am Ortsrand von Santanyí: zwei Schlafzimmer für vier Gäste, ein Pool von 8 x 4 Metern, und zum Markt geht ihr zu Fuß. Die Villa Amador steht auf den Küstenfelsen bei Santanyí im Naturpark, mit drei Suiten und Pool mit Meerblick, die Cala Mondragó ist ein paar Minuten entfernt. Für größere Runden: die Finca Rica fünf Kilometer vor dem Ort, mit eigenem Tennisplatz und Platz für acht, und die Finca Sa Pedra Bella bei s’Alqueria Blanca für acht Gäste. Alle Häuser der Gegend: Finca Santanyí & Cala d’Or und Fincas im Süden Mallorcas.

Fincas rund um Santanyí

Finca Es Taronger

Santanyí · ZuidenMaximaal 4 gasten

vanaf 160 € per nacht

Villa Amador

Santanyí · ZuidenMaximaal 6 gasten

vanaf 430 € per nacht

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Ein Tisch in Santanyí nach dem Samstagsmarkt, der Kühlschrank voll mit Käse und Oliven vom Markt, ein Boot entlang der Steilküste bis Cala Figuera: Sagt uns, was ihr vorhabt, wir kümmern uns darum.

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Häufige Fragen

Wann ist Markt in Santanyí?

Mittwochs und samstags vormittags, etwa von 9 bis 13 Uhr, rund um die Plaça Major. Samstags ist es deutlich voller, an Feiertagen fällt der Markt meist aus.

Wie weit ist Cala Figuera von Santanyí entfernt?

Rund fünf Kilometer, mit dem Auto etwa zehn Minuten. Cala Figuera gehört zur Gemeinde Santanyí.

Kann man in Cala Figuera baden?

Kaum. Die Hafenbucht hat keinen richtigen Sandstrand. Zum Baden fahrt ihr in die nahe Cala Santanyí oder in den Naturpark Mondragó.

Was ist in Santanyí sehenswert?

Die Altstadt aus hellem Sandstein, das Stadttor Sa Porta Murada, die Pfarrkirche Sant Andreu mit ihrer barocken Orgel, die Galerien und der Markt am Mittwoch und Samstag.

Wie weit ist Santanyí vom Flughafen Palma entfernt?

Gut 50 Kilometer über die Ma-19, ohne Stau rund 50 Minuten. Nach Palma sind es etwa 56 Kilometer.

Welche Strände liegen bei Santanyí?

Cala Santanyí mit dem Felsbogen Es Pontàs, Cala Llombards, die Buchten im Naturpark Mondragó, der Caló des Moro und in gut einer halben Stunde Es Trenc.

Gibt es Fincas in Santanyí?

Ja, bei WOW FINCA zum Beispiel die Finca Es Taronger am Ortsrand für vier Gäste und die Villa Amador an der Küste bei Santanyí für sechs.