Maske auf, Gesicht ins Wasser, und plötzlich ist der volle Strand hinter euch egal. Zwischen den Felsen stehen Brassen, ein Oktopus zieht sich in seine Spalte zurück, und die Kinder vergessen für eine Stunde, dass es WLAN gibt. Dafür braucht es auf Mallorca weder Boot noch Kurs, nur die richtige Bucht.
Kurz gesagt: Schnorcheln auf Mallorca lohnt sich überall dort, wo Felsen ins Meer reichen, am besten an ruhigen Tagen am Vormittag. Gute Spots sind im Norden Cala Sant Vicenç und Cala Murta bei Formentor, im Osten Cala Varques, Cala Mondragó und Cala Llombards, im Südwesten Portals Vells und die Buchten bei Sant Elm. Für Kinder eignen sich Buchten mit Sandeinstieg und flachem Wasser an den Rändern. Achtet auf Flaggen, Quallenwarnungen und Bootsverkehr außerhalb der gelben Bojen, und lasst die Seegraswiesen in Ruhe.
Schnorcheln auf Mallorca: 12 Spots im Überblick
| Spot | Region | Einstieg | Für Kinder |
|---|---|---|---|
| Cala Sant Vicenç | Norden | Sand, Felsen an den Seiten | gut bei ruhiger See |
| Cala Murta | Norden, Formentor | Kies und Fels, ruhiges Wasser | gut |
| La Victòria / S'Illot | Norden, Alcúdia | flach, kleine Insel vorgelagert | gut |
| Cala Bóquer | Norden, Pollença | Fels und Kies, nur zu Fuß | eher ab Schulalter |
| Cala Varques | Osten | Sand, Schnorcheln an den Felsen | Fußweg, keine Infrastruktur |
| Cala Mondragó | Südosten | Sand, Felsränder | gut |
| Caló des Moro | Südosten | kleiner Sandstrand zwischen Felsen | steiler Weg, im Sommer sehr voll |
| Cala Llombards | Südosten | Sand, niedrige Felsen links | gut |
| Cala Pi | Süden | Sand, Steilküste rundum | gut, Abstieg einplanen |
| Portals Vells / Cala Figuera | Südwesten | Sand und Fels | gut an den Sandbuchten |
| Cala Basset bei Sant Elm | Westen | Fels, ca. 30 Minuten Fußweg | für trittsichere Kinder |
| Malgrats-Inseln | Südwesten, vor Santa Ponsa | nur per Boot | mit Weste und Begleitung |
Stand November 2026. Einschätzung nach Angaben von mallorca.com, click-mallorca.com und nautal. Zufahrten und Parkregeln ändern Gemeinden immer wieder, prüft sie vor dem Ausflug.
Der Wind entscheidet, welche Bucht klar ist
Klares Wasser hängt weniger von der Bucht ab als vom Wind des Tages. Weht er auflandig, also direkt in die Bucht hinein, ist das Wasser trüb und unruhig, und angetriebene Quallen sammeln sich eher am Ufer. Die Faustregel: Bei Wind aus Norden sind Buchten an der Süd- und Südostküste geschützt, bei Wind aus Osten eher die Buchten im Westen und Südwesten. Schaut morgens in eine Wind-App, bevor ihr das Auto packt. Und fahrt früh: Bis zum späten Vormittag ist es in den meisten Calas ruhiger, das Licht unter Wasser besser und der Parkplatz noch frei.
Norden: Cala Sant Vicenç, Formentor, Alcúdia
Cala Sant Vicenç
Die kleinen Buchten des Ortes haben Sandeinstiege, an den Felsen davor wachsen Seegras und Anemonen, in den Spalten sitzen Oktopusse. Bei Nordwind steht hier aber Welle, dann lieber auf die Bucht von Pollença ausweichen. Mehr zu den Stränden im Norden: Strände im Norden Mallorcas.
Cala Murta
Eine ruhige Bucht auf der Halbinsel Formentor, oft spiegelglatt, gut für Kinder. Wie ihr auf die Halbinsel kommt und was dort gilt, steht im Beitrag zum Cap de Formentor.
La Victòria und S'Illot
Auf der Halbinsel La Victòria bei Alcúdia liegt die kleine Bucht S'Illot mit flachem Wasser und einer vorgelagerten Mini-Insel, die geübte Schwimmer erreichen. Zwischen den Felsen ist viel Fisch unterwegs.
Cala Bóquer
Nur zu Fuß durch das Bóquer-Tal ab Port de Pollença erreichbar, ohne Strandbar, meist ruhig und sehr klar. Wasser und Schatten selbst mitbringen.
Osten und Südosten: Calas mit Felsrändern
Cala Varques
Kein Parkplatz am Strand, kein Kiosk, dafür Felshöhlen und ein Felsbogen am Rand der Bucht. Nur für Familien, die einen Fußweg nicht scheuen. Die Höhlen von innen sind ein Fall für geführte Touren.
Cala Mondragó, Caló des Moro, Cala Llombards
Mondragó liegt im Naturpark und hat zwei Sandbuchten mit Felsrändern, ein guter Ort für Familien. Caló des Moro ist klein, sehr fotogen und im Hochsommer überlaufen; der Weg hinunter ist steil. In der Cala Llombards schnorchelt ihr am besten an der linken Seite, die Felsen sind dort niedrig. Weitere Buchten: Strände an der Ostküste.
Süden und Südwesten: Cala Pi, Portals Vells, Sant Elm, Malgrats
Die Cala Pi ist ein schmaler Einschnitt in der Steilküste, an den Wänden steht viel Fisch. Bei Portals Vells und an der Punta de Cala Figuera beginnt die Meeresreserve Toro/Malgrats. Von Sant Elm lauft ihr etwa eine halbe Stunde zur Cala Basset, vor der Küste liegt Dragonera. Die Malgrats-Inseln vor Santa Ponsa erreicht ihr nur per Boot, zum Beispiel mit der privaten Bootstour ab Santa Ponsa. Wer tiefer will: Tauchen auf Mallorca.
Ausrüstung: was wirklich hilft
- Maske, die dicht sitzt: Aufsetzen, ohne Band einatmen, sie muss halten. Bei Kindern ist das wichtiger als jedes Zubehör.
- Badeschuhe: An Felsen gibt es Seeigel, und Kies wird mittags heiß.
- Langes Shirt mit UV-Schutz: Beim Schnorcheln ist der Rücken stundenlang in der Sonne. Sonnencreme und Wasser liefert der WOW MART direkt in die Finca.
- Für Kinder: Schwimmweste oder Schwimmhilfe, dazu Eimer, Schaufel und Sonnenschutz für den Strandtag. Was ihr für die Kleinen nicht von zu Hause mitbringen müsst, findet ihr unter Baby- und Kinderausstattung mieten.
- Auffällige Schwimmboje: Macht euch für Boote sichtbar, sobald ihr außerhalb der Badezone seid.
Sicherheit: Flaggen, Quallen, Boote
- Flaggen: Grün heißt Baden erlaubt, Gelb Vorsicht, Rot Badeverbot. Eine weiße Flagge mit violetten Quallen warnt vor Quallen. In einigen Gemeinden drohen bei Missachtung der roten Flagge Bußgelder.
- Quallen: Am häufigsten ist die Feuerqualle, besonders nach Stürmen. Bei einem Kontakt mit Salzwasser abspülen, nicht mit Süßwasser, nicht reiben, Tentakelreste vorsichtig mit einer Karte abstreifen, dann kühlen.
- Boote: Die gelben Bojenketten markieren die Badezone, dort dürfen keine Boote fahren. Außerhalb seid ihr im Bootsverkehr. Bleibt in Ufernähe und haltet Abstand zu den markierten Bootskanälen.
- Strömung: Vor allem an Felsküsten im Norden kann sie bei drehendem Wind kräftig werden. Wer abtreibt, schwimmt seitlich heraus statt dagegen an.
- Grundregeln: Nie allein schnorcheln, nicht unter Felsvorsprünge greifen, Kinder immer im Blick.
Posidonia: warum ihr das Seegras in Ruhe lasst
Die grünen Wiesen am Meeresgrund sind Posidonia, ein geschütztes Seegras, das für das klare Wasser der Balearen sorgt und vielen Fischen als Kinderstube dient. Nicht ausreißen, nicht darauf stehen. Die braunen, getrockneten Blätter am Strand gehören dazu und sind auf naturbelassenen Stränden ebenfalls geschützt. Fische nicht füttern, sie gewöhnen sich sonst an Menschen.
Wo wohnen, wenn ihr schnorcheln wollt?
In Cala Sant Vicenç liegen die Finca Amapola und die Finca Palma Papa, nah an den Buchten des Ortes. Im Süden wohnt ihr mit der Villa Marie Sol in Cala Pi, im Südosten mit der Villa Azul in Cala d'Or. Mehr Auswahl: Fincas in Cala Sant Vicenç und Fincas bei Santanyí und Cala d'Or.
Welcher Strand an welchem Tag passt, hängt oft vom Wind ab. Fragt über das rote Telefon unseren WOW CONCIERGE, oder schaut in den WOW Beach Guide. Kalte Getränke für den Strandtag kommen aus der WOW BAR, und mit jeder Buchung sammelt ihr Punkte im WOW CLUB.
Im WOW PLANER merken
Merkt euch eure Schnorchelbuchten im WOW PLANER, dann weiß die ganze Gruppe, wohin es bei Nordwind geht und wohin bei Ostwind. Fürs Anlegen gibt es 50 WOW-Punkte geschenkt.
Häufige Fragen
Wo kann man auf Mallorca am besten schnorcheln?
Gute Spots sind im Norden Cala Sant Vicenç, Cala Murta bei Formentor und La Victòria bei Alcúdia, im Osten Cala Varques, Cala Mondragó und Cala Llombards, im Süden und Südwesten Cala Pi, Portals Vells und die Buchten bei Sant Elm. Am meisten seht ihr dort, wo Felsen ins Wasser reichen.
Welche Schnorchelspots auf Mallorca eignen sich für Kinder?
Für Kinder sind Buchten mit Sandeinstieg und flachem Wasser an den Felsrändern am besten, etwa Cala Murta, S'Illot bei Alcúdia, Cala Mondragó, Cala Llombards oder Cala Sant Vicenç bei ruhiger See. Eine Schwimmweste und Badeschuhe gegen Seeigel gehören dazu.
Wann ist die beste Zeit zum Schnorcheln auf Mallorca?
Von Juni bis Oktober ist das Wasser mit im Mittel etwa 21 bis 26 °C warm genug für lange Schnorchelgänge. Am klarsten und ruhigsten ist es meist am Vormittag, bevor der Wind auffrischt.
Was tun bei einem Quallenkontakt auf Mallorca?
Die Stelle mit Salzwasser abspülen, nicht mit Süßwasser, und nicht reiben. Tentakelreste vorsichtig mit einer Plastikkarte oder Pinzette entfernen und danach kühlen; bei starken Beschwerden zum Rettungsschwimmer oder Arzt gehen.
Darf man beim Schnorcheln auf Mallorca über Seegras schwimmen?
Über die Posidonia-Wiesen zu schwimmen ist kein Problem, sie sind sogar ein guter Ort, um Fische zu sehen. Das Seegras ist aber geschützt: nicht ausreißen, nicht darauf stehen und keine Fische füttern.




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